Karriere bei
der Polizei

Karriere bei
der Polizei

Der Arbeitgeber

Die Gewährleistung von Sicherheit ist die umfassende und verantwortungsvolle Kernaufgabe des Bundesministerium für Inneres. Gemeinsam sorgen unsere 38.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit vollem Einsatz – 365 Tage im Jahr, 24 Stunden täglich – für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Österreich und aller Menschen, die hier leben. Du trägst entscheidend dazu bei, dass Staat und Gesellschaft zuverlässig funktionieren.

Bundesminister für Inneres Mag. Gerhard Karner © BMI / Karl Schober

„Österreichs Sicherheit messen wir sowohl an harten Fakten und Zahlen als auch am Sicherheitsgefühl der Menschen. Wir nehmen die Sorgen und Ängste aller in unserem Land stets ernst und wollen ihnen durch unsere gemeinsame Arbeit wirkungsvoll begegnen. Das ist nicht nur eine Frage professionellen und zukunftsorientierten Sicherheitsmanagements, sondern vor allem des persönlichen Einsatzes. Weil ich diesen Einsatz kenne und schätze, sind mir Leistungsgerechtigkeit, Qualitätsorientierung und ein Miteinander, das von Wertschätzung und Ehrlichkeit geprägt ist, sehr wichtig. Wenn es um Freiheit und Sicherheit geht, ziehen wir alle an einem Strang. Das ist mein Anspruch und diesem fühle ich mich verpflichtet.“

Bundesminister für Inneres Mag. Gerhard Karner

Vision 2030 Sicher.Österreich
Gemeinsam für ein freies und sicheres Österreich.
Mission Wir schützen aktiv und helfen den Menschen, wenn es darauf ankommt. Immer am Puls der Zeit, sorgen wir für ein freies und sicheres Österreich.
Vision 2030 Sicher.Österreich
Gemeinsam für ein freies und sicheres Österreich.
Mission Wir schützen aktiv und helfen den Menschen, wenn es darauf ankommt. Immer am Puls der Zeit, sorgen wir für ein freies und sicheres Österreich.

Unsere zentralen Werte

Rechtsstaatlichkeit

Die Rechtsordnung ist Grundlage, Maßstab und auch Grenze unseres Handelns. Wir achten den Grundsatz eines effektiven Rechtsschutzes für alle Menschen und begegnen diesen mit Respekt. Damit ist das BMI die größte Menschenrechtsorganisation Österreichs. Wir sehen Rechtsstaatlichkeit im Kontext der Verhältnismäßigkeit und agieren bei Handlungs- und Auslegungsspielräumen im erforderlichen Umfang und angemessen. Unser rechtsstaatliches Handeln wird von sachlichen Kriterien geleitet und erfolgt unabhängig von unseren persönlichen, ideologischen, politischen oder religiösen Überzeugungen. Die Achtung des Rechts, insbesondere der Grund- und Freiheitsrechte, ist nicht nur ein Teil unseres Wertekanons, sondern auch die zentrale Aufgabe des BMI. Wir sind damit neben der Justiz eine der tragenden Säulen des Rechtsstaates.

Qualität

Unsere Leistungen werden aus öffentlichen Mitteln finanziert. Gerade deswegen sind wir gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern zu qualitätsvoller Arbeit verpflichtet. Öffentlicher Ausdruck unseres Qualitätsverständnisses sind Transparenz, Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit in unserem Handeln. Nach innen bedeutet Qualität einen verantwortungsvollen Umgang mit Personal und Ressourcen. Leistungsorientierung und das Wahrnehmen von Führungsverantwortung sind maßgebliche Faktoren für unseren Erfolg.

Loyalität

Loyalität bedeutet, dass Führungskräfte zu ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch in schwierigen Situationen stehen. Loyalität heißt auch, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Führungsentscheidungen ihre Erfahrungen und ihr Know-how einbringen können, um so zu den besten Lösungen für unsere Aufgabenerfüllung zu gelangen. Rechtsstaatlichkeit hat jedoch Vorrang vor Loyalität.

Leitbild

  • Das BMI ist mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sicherheitsdienstleister unserer Republik und trägt im Rahmen seiner vielfältigen Aufgaben dazu bei, dass Staat und Gesellschaft zuverlässig funktionieren.
  • Wir schützen die Grund- und Freiheitsrechte und stellen sicher, dass alle Menschen in Österreich diese selbstbestimmt und eigenverantwortlich wahrnehmen können. Dabei verstehen wir uns für alle Österreicherinnen und Österreicher sowie die Menschen, die hier leben, als erster Ansprechpartner.
  • Unsere Kommunikation mit der Bevölkerung, mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und unseren Partnern ist von Wertschätzung und Ehrlichkeit geprägt. Wir stellen das Bedürfnis aller nach Sicherheit in den Mittelpunkt unseres täglichen Handelns und bieten schnelle sowie umfassende Hilfestellung.
  • Der persönliche Kontakt ist und bleibt uns wichtig. Für bestmögliche Sicherheit und optimale Abläufe nutzen wir dabei auch die vielfältigen Chancen der Digitalisierung und treiben diese verantwortungsvoll voran.
  • Gemeinsam mit unseren nationalen und internationalen Partnern arbeiten wir an den passenden Antworten auf die Bedrohungen von heute und morgen. Wenn Freiheit und Sicherheit gefährdet werden, schreiten wir im Rahmen unserer Rechtsordnung konsequent und verhältnismäßig ein.

So gestalten wir die Rahmenbedingungen für ein sicheres Miteinander in der Zukunft.

Kompetenzen

Unser Anforderungsprofil besteht aus drei „Kernkompetenzen“ und zwei „Schlüsselkompetenzen“. Kernkompetenzen fassen die Summe der Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissensbestände zusammen, die Personen in ihrem beruflichen Handeln benötigen. Schlüsselkompetenzen stellen den Schlüssel für ein situationsbezogenes Verstehen, Reflektieren und Umsetzen der Kernkompetenzen dar.

Kompetenzprofil für den
uniformierten Polizeidienst

Wahrnehmungs- und
Reflexionskompetenzen

Einsatzbereitschaft
Beurteilungsvermögen
Problemlösungsbereitschaft

Polizeifachliche Kompetenzen

Fachwissen
Fachübergreifende Kenntnisse
Systemisch-methodisches Vorgehen

Sozial-kommunikative Kompetenzen

Teamfähigkeit
Hilfsbereitschaft
Kommunikationsfähigkeit

Personale Kompetenzen

Eigenverantwortung
Glaubwürdigkeit
Zuverlässigkeit

Situationsadäquate Handlungskompetenzen

Belastbarkeit
Konfliktlösungsfähigkeit
Ergebnisorientiertes Handeln

Foto 'Einsatzkommando Cobra' © BMI / Gerd Pachauer

Ausbildung

Die Polizeigrundausbildung ist so vielfältig wie der Beruf selbst. Sie ist praxisorientiert mit einer bestmöglichen Vernetzung der verschiedenen Ausbildungsinhalte. Die Ziele sind Handlungssicherheit und Bürgernähe auf Basis menschenrechtskonformen Verhaltens.

  • Basisausbildung – zwölf Monate
    Während der ersten zwölf Monate erhältst du rechtliche, einsatztaktische und –technisches Basiswissen, welches du für den Dienst auf einer Polizeiinspektion benötigst.
  • Berufspraktikum I – drei Monate
    Drei Monate lang wirst du in einer Polizeiinspektion den Dienstbetrieb kennen lernen. Das Berufspraktikum dient zur Vermittlung des dienstbetrieblichen Wissens und zur Beurteilung deiner persönlichen und fachlichen Eignung für den Polizeidienst.
  • Vertiefung – fünf Monate mit anschließender Dienstprüfung
    Zurück in der Schule, wirst du die Ausbildungsinhalte, Erlebnisse und Erfahrungen deines Praktikums reflektieren. Darüber hinaus erfolgt eine weitere Vertiefung, um dich für dein Berufspraktikum II vorzubereiten. Die Dienstprüfung findet danach statt. Nach der Dienstprüfung folgt das Berufspraktikum II.
  • Berufspraktikum II – vier Monate
    Hier wirst du kontinuierlich auf deine zukünftige Tätigkeit vorbereitet.

Beschreibung unserer vielfältigen Ausbildungsinhalte

AUSBILDUNGS­SCHWERPUNKTE

  • Persönlichkeits­bildende und sozialkommunikative Elemente wie Psychologie, Kommunikation und Konfliktmanagement, Berufsethik und Menschenrechte.
  • Rechtsmaterien, die die Grundlage für das Einschreiten bilden wie Straf- und Privatrecht, Verwaltungsrecht, Verkehrsrecht, Sicherheitspolizei­recht.
  • Polizeispezifisches Wissen wie interne Dienstvorschriften, Kriminalistik, Englisch, polizeispezifische Anwender­programme.
  • Angewandte Trainings wie Einsatztraining einschließlich Schießausbildung und Szenarientrainings, Sport, Erste Hilfe.

STANDORTE

Die Sicherheitsakademie als zentrale Aus- und Fortbildungseinrichtung des Bundesministeriums für Inneres betreibt österreichweit zwölf Bildungszentren mit den Standorten Eisenstadt, Krumpendorf am Wörthersee, Traiskirchen, St. Pölten, Ybbs/Donau, Linz, Wels, Salzburg, Graz, Absam, Feldkirch und Wien. Die Polizeigrundausbildung erfolgt möglichst in jenen Bildungszentren, die im jeweiligen Aufnahmebundesland liegen. Nähere Informationen dazu erhältst du bei den Aufnahmestellen der Landespolizeidirektionen.

Kartenansicht der Ausbildungsstandorte

Symbolbild der Österreich-Karte

Deine Zukunft bei der Polizei

Nach der bestandenen Dienstprüfung beginnt die Dienstzeit in einer Inspektion. Es erfolgt die Umwandlung des Beamtenverhältnisses auf Lebenszeit.

Der Streifendienst

…wird an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr durchgeführt und ist DIE wesentliche Säule der polizeilichen Arbeit.

Die Polizistinnen und Polizisten werden dabei mit allen polizeilichen Sachverhalten (Fahndungen, Verkehrsunfällen, Diebstählen, Gewaltdelikten, Todesfällen usw.) konfrontiert. Sie wehren akute Gefahren ab, leiten Maßnahmen ein, nehmen Anzeigen auf und helfen Opfern. Der Streifendienst ist eine herausfordernde, vielfältige und spannende Tätigkeit. Nach Absolvierung der Polizeischule versehen Polizistinnen und Polizisten im Streifendienst einer Polizeiinspektion ihren Dienst. Im Exekutivdienst werden Polizistinnen und Polizisten jeden Alters eingesetzt. Durch diese Tätigkeit wird auch die Voraussetzung geschaffen, sich für andere polizeiliche Aufgaben zu qualifizieren, da die Polizeiarbeit von Grund auf erlernt werden muss.

…DIESE UND VIELE EINSATZBEREICHE MEHR BIETET DIE POLIZEI…

Foto 'Streifendienst' © BMI / Gerd Pachauer

Arbeitszeitmodelle

Die Polizei ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr im Einsatz. Dazu sind Polizistinnen und Polizisten – je nach Funktion und Aufgabe – im Schicht- oder im Wechseldienst eingesetzt. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt im Durchschnitt 40 Stunden. Polizeidienst ist herausfordernd. Um die Verfügbarkeit der Polizei und damit die Sicherheit der Menschen in unserem Land zu gewährleisten, müssen Überstunden geleistet werden. Es kann vorkommen, dass Einsätze und Amtshandlungen länger dauern, als die vorgesehene Dienstzeit. Dennoch müssen Berichte und Anzeigen unverzüglich verfasst werden. Überstunden werden bei der Polizei finanziell abgegolten.

Außendienst

Wechseldienst

  • Individueller monatlicher Dienstplan
  • Ein Plandienstwochenende
  • Zumindest ein dienstfreies Wochenende pro Monat
  • 28 Journaldienststunden

Schichtdienst (meist urbane Gebiete)

  • Gruppendienstplan (5 oder 6 Gruppen zu je zwei Untergruppen)
  • Festgelegter Dienstrhythmus (z.B. Tag – Nacht – Tag – Frei - Frei – Tag….)

Innendienst

Normaldienstplan

  • möglichst gleichmäßige Verteilung der Wochendienstzeit Montag – Freitag
  • Dienstleistungen am Wochenende nur in Ausnahmefällen

Gleitzeit

  • Sonderform des Normaldienstplans
  • Beginn und Ende der Dienstzeit innerhalb festgesetzter Grenzen (Gleitzeitrahmen) selbst bestimmbar

Gehalt

Monatlicher Brutto-Verdienst während der Grundausbildung*

1. Ausbildungsjahr

ca. € 1.820,-

2. Ausbildungsjahr

ca. € 2.250,-

theoretische Lehrgangsabschnitte

ca. € 2.440,-

praktische Lehrgangsabschnitte

Nach Absolvierung der Grundausbildung

ca. € 3.900,-

nach Übernahme in das öffentlich-rechtliche Dienstverhältnis folgt eine Verwendung in einer Polizeidienststelle. Dort gebührt neben dem Grundbezug eine Reihe von Zulagen/Nebengebühren, deren Ausmaß stark vom Arbeits- und damit vom Mehrleistungsanfall in der jeweiligen Dienststelle abhängig ist. Die Angabe exakter Verdienstsummen ist nicht möglich. Als Richtwert für den monatlichen Brutto-Gesamtverdienst unmittelbar nach Übernahme in das öffentlich-rechtliche Dienstverhältnis kann ein Betrag von etwa € 3.900,- angenommen werden.

Sofern keine Karriere in einer höheren Verwendungsgruppe absolviert wird, könnte bei Verbleib in der niedrigsten Verwendungsgruppe gegen Ende der aktiven Laufbahn mit einem Gesamtverdienst von etwa € 5.680,- gerechnet werden.

Beispielhafte Darstellung von fiktiven Karriere- bzw. Verdienstmöglichkeiten


*auf Basis der Gehaltsansätze 2022